Beim allerersten Mal mit 13 im Klavierzimmer meiner katholischen Schule war es noch ein Anfängerexperiment zwischen Pubertätsharmlosigkeit und schlechtem Gewissen. Aber es machte eines klar: Es schien mir mehr zu bedeuten als dem Klassenkameraden, an den ich mich kaum erinnere. Dann mit 15 die erste große Schulliebe, das war schon was ganz anderes: Sehnsucht, Frust, sexuelle Gier und wahre Liebe. Am Ende Liebeskummer und die Gewissheit, dass ich schwul bin. Der andere suchte sich eine Freundin. Mit 16 dann den ersten "richtigen" Schwulen, gefunden über eine Kontaktanzeige. Von Liebe keine Spur, er war ja so alt, schon 28. Aber es war eine Einführung in die Szene und in die Feinheiten schwulen Begehrens, die endlich aufs Ganze ging. Da denk ich dankbar zurück. Und dann ein Seitensprung vor 16 Jahren, der zum besten aller möglichen Männer für mich wurde. Heute leben wir verpartnert und wollen kein letztes Mal. Daneben und dazwischen immer wieder fremde Männer. Jeder Sex mit einem neuen Mann ist ein erstes Mal, voller Überraschungen, aufregend, langweilig, geil, mies... Aber es dürfen noch viele erste Male kommen!