Es gibt kaum einen Schwulen, der die Safer-Sex-Basics nicht kennt. Dennoch gehen viele auf das volle Risiko: Sie ficken bewusst ohne Kondom oder gehen ein höheres Risiko ein, sich beim Sex mit anderen Männern mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren.
Auch führt die Einschätzung, dass eine HIV-Infektion mit der Einführung der Kombinationstherapien sich mittlerweile deutlich verändert hat, zu einem sorgloseren Umgang mit Safer-Sex-Praktiken. Hieß es vor einigen Jahren noch HIV=Aids=Tod, gilt dies zum Glück heute so nicht mehr. Aber gerade die Annahme, dass eine HIV-Infektion gut zu behandeln sei, führt immer wieder dazu, dass hin und wieder oder auch immer auf Safer Sex verzichtet wird. Doch die HIV-Infektion ist leider nach wie vor eine chronische Krankheit, die zu erheblichen Beeinträchtigungen führen kann.
Wer ungeschützten Sex hat, riskiert eine Ansteckung mit HIV und geht ein höheres Risiko ein, sich oder den Partner mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren. Darunter sind auch Syphilis und Hepatitis C, die sich in letzter Zeit unter schwulen Männern stark ausbreiten.
Die Gründe, warum viele auf Safer Sex verzichten, sind vielfältig. Oft spielen Verliebtsein, Drogen und Alkohol oder Unwissenheit eine entscheidende Rolle. Nachstehend findest du noch einige "mögliche Gründe" die augenscheinlich gegen Safer-Sex sprechen. Weitere Informationen zu Risikostrategien, deren Mythen und evtl. Folgen findest du unter www.sexrisiko.de.
Es gibt es Männer, die von Kondomen juckenden Hautausschlag bekommen.
In diesem Fall liegt wahrscheinlich eine Unverträglichkeit gegen Latex
oder die feuchte Beschichtung der Kondome (z.B. mit Spermien abtötenden
Substanzen) vor. Als Alternative bieten sich hier trockene,
unbeschichtete Kondome an. Damit auch alles läuft wie geschmiert,
reichlich Gleimittel auf Wasser- oder Silikon-Basis verwenden.
Bei einer Latexallergie kann man zu latexfreien Kondomen aus
Polyurethan wechseln. Relativ neu sind außerdem latexfreie Kondome aus
Polyisopren, die sehr reißfest und vor allem weicher und elastischer
als Kondome aus Polyurethan, allerdings auch ein wenig teurer sind.
Oft sind Juckreiz und Rötung auch die Folge bestimmter Inhaltsstoffe
oder Produktionsrückstände der Kondome: Dann können hypoallergene
Kondome helfen, denn diese sind weitgehend frei von Allergie
auslösenden Substanzen.
Es gibt mehrere theoretische Annahmen, aus denen sich schließen lässt, dass sich das HIV-Infektionsrisiko durch eine Beschneidung verringern könnte. Am Penis befinden sich bestimmte Zellen, in die das HI-Virus direkt eindringen kann. Zum großen Teil sitzen diese Zellen in der Innenseite der Vorhaut und im Vorhautbändchen (Frenulum). Wird die Vorhaut bei einer Beschneidung entfernt, fällt hier ein möglicher Übertragungsweg für HIV beim ungeschützten Analverkehr zumindest zum Teil weg.
Zwar gibt es Untersuchungen, die ein verringertes (aber immer noch vorhandenes) Infektionsrisiko durch eine Beschneidung belegen. Allerdings beziehen sich diese Untersuchen auf vaginalen Sex bei heterosexuellen Paaren. Eine Infektion mit HIV kann, gerade bei Männern, die Sex mit Männern haben, auch eine Beschneidung nicht verhindern!
Weitere Infos findest du unter www.sexrisiko.de.
Viele Männer stecken sich mit HIV an, weil der eine den anderen falsch
einschätzt. Der Positive denkt: Wäre er negativ, würde er mit mir nicht
ohne Gummi ficken. Der Negative denkt: Wenn er positiv ist, müsste er
es doch sagen oder zumindest auf ein Gummi bestehen. Beide
Einschätzungen sind ein weit verbreiteteter Irrtum!
Jeden Tag stecken sich in Deutschland nach Schätzungen des
Robert-Koch-Instituts sieben Männer mit HIV an, viele von ihnen nur,
weil sie selbst oder ihre Sexpartner mit ihren Vermutungen falsch
gelegen haben.
Natürlich gibt es, gerade wenn man sich seiner Geilheit hingibt,
Situationen, in denen man nicht über HIV und Safer Sex sprechen möchte.
Aber genauso gibt es auch immer wieder die Möglichkeit für klare
Statements: Auch ohne Worte, indem man vor dem Fick einfach selbst das
Kondom zückt.
Weitere Informationen findest du unter www.sexrisiko.de.
Viele Männer stecken sich mit HIV an, weil der eine den anderen falsch
einschätzt. Der Positive denkt: Wäre er negativ, würde er mit mir nicht
ohne Gummi ficken. Der Negative denkt: Wenn er positiv ist, müsste er
es doch sagen oder zumindest auf ein Gummi bestehen. Beide
Einschätzungen sind ein weit verbreiteteter Irrtum!
Jeden Tag stecken sich in Deutschland nach Schätzungen des
Robert-Koch-Instituts sieben Männer mit HIV an, viele von ihnen nur,
weil sie selbst oder ihre Sexpartner mit ihren Vermutungen falsch
gelegen haben.
Natürlich gibt es, gerade wenn man sich seiner Geilheit hingibt,
Situationen, in denen man nicht über HIV und Safer Sex sprechen möchte.
Aber genauso gibt es auch immer wieder die Möglichkeit für klare
Statements: Auch ohne Worte, indem man vor dem Fick einfach selbst das
Kondom zückt.
Weitere Informationen findest du unter www.sexrisiko.de.
HIV führt heute durch den medizinischen Fortschritt zum Glück nur noch
selten so schnell zum Tod wie früher. Auch, wenn der Ausbruch von Aids
hinausgezögert werden kann: Wer sich einmal angesteckt hat, kann auch
durch die besten Medikamente nicht geheilt werden. Leider wird sich
daran auch in den nächsten Jahrzehnten so schnell nichts ändern, denn
bis heute ist ein medizinischer Durchbruch in dieser Richtung noch
lange nicht in Sicht.
Jährlich sterben in Deutschland etwa 750 Menschen an Aids oder an den Folgen ihrer HIV-Infektion (Schätzung des Robert-Koch-Instituts, 2007).
Weitere Informationen findest du unter www.sexrisiko.de.