POSITHIV HANDELN mit Herzenslust

Trotz der medizinischen Fortschritte und der Entwicklung von HIV und Aids hin zu einer chronischen Erkrankung werden HIV-positive Menschen nach wie vor stigmatisiert und diskriminiert. Sei es am Arbeitsplatz, im privaten Rahmen oder in der Öffentlichkeit. Die Veränderungen, die die Entwicklung von Aids mit seiner unmittelbaren Todesbedrohung und dem entsprechenden Bild, das hier von Menschen mit HIV und Aids vermittelt wurde, hin zu einer behandelbaren und chronischen Erkrankung aufweisen, verlaufen nicht ohne Brüche.

Diese Bilder von Aids haben erhebliche Auswirkungen auf die Prävention. Deshalb ist die Kooperation von Posithiv Handeln und Herzenslust notwendig, um ein realistisches und authentisches Bild positiven Lebens aufzuzeigen. Aufgabe ist es, die Informationen für ein individuelles Risikomanagement so zu kommunizieren, dass Menschen mit HIV nicht als eine zu meidende Gefahr wahrgenommen werden. Dies hat etwa in Bezug auf Sex oder Partnerschaften zwischen positiven und nicht positiven Männern eine besondere Bedeutung. Vor allem, wenn es darum geht, bei wem welche Verantwortung liegt, ist es wichtig, HIV-Positive in der Prävention zu Wort kommen zu lassen.

Ein Ergebnis der Zusammenarbeit war die gemeinsame Teilnahme von POSITHIV HANDELN NRW und Herzenslust bei der CSD-Parade in Köln 2009. Neben der Herzenslustaktion "Fair Play" - gemeinsam mit IWWIT - demonstrierte eine dreißigköpfige Fußgruppe mit der Aktion "Wir sind keine Engel" für ein offenes und selbstbewusstes Leben mit HIV.