Schwul-lesbische Organisationen und die kommerzielle Szene

Kreative Menschen, die Präventionsarbeit nicht nur als Aufgabe nach außen, sondern auch als persönliche Herausforderung und Bereicherung begreifen, sind das unverzichtbare Fundament der schwulen Präventionsarbeit in NRW. Akteure aus nichtkommerziellen wie auch kommerziellen schwul-lesbischen Organisationen, Initiativen und Unternehmen stellen unverzichtbare Multiplikatoren und Kooperationspartner für Herzenslust dar. Sie bereiten den Weg für neue und spannende  Ideen und führen Erarbeitetes fort.

So hat Herzenslust beispielsweise mit dem Schwulen Netzwerk NRW einen Partner, der über HIV und Aids hinaus die schwule Selbsthilfe bündelt und vernetzt. Seine Projekte finden vielfach Überschneidungen mit den Zielen und Inhalten von Herzenslust. Dabei entstand unter anderem die zwölfmonatige Kampagne "Die Szene bis Du!", in der die Tendenz der Szene, schwierige Themen auszublenden, aufgegriffen wurde. Beide Netzwerke konnten optimal ihre Strukturen nutzen, um die Botschaften breit gestreut in NRW zu präsentieren.

Herzenslust gibt Impulse zur Selbsthilfe. Ein gutes Beispiel für einen gelungen Anschub zur Selbsthilfe stellt die Gruppe baraka dar. Sie gründete sich im Herbst 2004 nach einem Herzenslust-Seminar der AIDS-Hilfe NRW. Das Angebot von baraka nutzen homo- und bisexuelle Menschen mit Migrationshintergrund aus der Türkei, Marokko, Aserbeidschan, Russland, Iran, Polen und weitere osteuropäische Staaten sowie Deutschland. Sie profitieren vom Austausch ihrer Erfahrungen und geben sich gegenseitig wichtige Ratschläge zu ihren Lebenssituationen. Baraka bietet zudem Sprachkurse an, die von Ehrenamtlern durchgeführt werden.

Schule gegen Homophobie - Schule der Vielfalt

Herzenslust unterstützt die Initiative "Schule ohne Homophobie - Schule der Vielfalt". Diese setzt sich mit einer Kampagne dafür ein, dass an Schulen in NRW mehr gegen Homophobie und mehr für die Akzeptanz von unterschiedlichen Lebensweisen getan wird.